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KfW Förderung Immobilien

Staatliche Förderung der KfW für Ihre Immobilie

Erfahren Sie hier mehr über die besten staatlichen Förderprogrammme für Immobilien der KfW Bankengruppe – wie KfW 40 oder KfW 110 – und darüber wie Sie für Ihre Neubau- oder Kaufimmobilie das Beste an Fördermitteln herausholen.

KfW-Förderung

Ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu besitzen ist für viele Menschen ein erstrebenswerter Wunsch. Die eigenen vier Wände bedeuten Unabhängigkeit vom Vermieter, mehr Platz und Gestaltungsraum. Zudem bringt Wohneigentum finanzielle Unabhängigkeit und eine sichere Altersvorsorge mit sich. Bevor aber das Bauvorhaben oder der Erwerb einer Immobilie starten kann, gilt es die Finanzierung der Immobilie zu klären. Dabei kann eine staatliche Förderung durch die KfW Bankengruppe einen Hauskauf, Neubau oder den Erwerb einer Eigentumswohnung mit einem Kredit und weiteren Fördermitteln unterstützen.

Die KfW-Bank bietet privaten Bauherren für den energieeffizienten Neubau oder für die energieeffiziente Sanierung von Bestandsimmobilien ein zinsgünstiges Darlehen und einen Investitionszuschuss an. Es können alle gefördert werden, die ein neues KfW-Effizienzhaus bauen oder kaufen, aber was genau zeichnet so ein Haus aus? Energieeffiziente Neubauten und Sanierungen werden durch die KfW gefördert.

Der Begriff KfW-Effizienzhaus wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gemeinsam mit dem Bundesbauministerium und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) als Qualitätszeichen definiert. Er vereint einen Energiestandard und ein Qualitätssiegel, woraus auch ein Standard für die KfW-Förderung erwächst.

Das KfW-Energieeffizienzhaus zeichnet sich durch einen sehr viel geringeren Energiebedarf aus. Somit hat es niedrigere Heizkosten als ein Haus herkömmlicher Bauweise. Begründet liegt der reduzierte Energieverbrauch der Effizienzhäuser in ihrer speziellen Bauweise, welche beispielsweise Raumaufteilung, Fenster und Form des Hauses beachtet. Eine Sonderform ist das Passivhaus. Ein Passivhaus ist ein Gebäude, welches sowohl im Winter, als auch im Sommer auf Grund seiner Wärmedämmung keine herkömmliche Heizung oder Kühlung benötigt.

Durch die spezielle Bauweise und den damit verbundenen verringerten Energiebedarf erreichen die sogenannten KfW-Effizienzhäuser ein besseres Energieeffizienzniveau, als das in der Energiesparverordnung (EnEV) gesetzlich vorgesehen.

Was beinhaltet die Energieeinsparverordnung (EnEV)?

Die EnEV definiert die Anforderungen für Immobilien-Förderungen der KfW.

Als Teil des deutschen Wirtschaftsverwaltungsrechts werden in der EnEV bautechnische Standardanforderungen nach dem Energieeinsparungsgesetz (EnEG) vorgeschrieben. Diese Anforderungen gelten für Wohngebäude, spezielle Betriebsgebäude sowie Bürogebäude. Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) bildet die Grundlage für die KfW-Effizienzhaus-Standards.

Hintergrund der Energieeinsparverordnung sind die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung bezüglich der deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik. Die EnEV soll dabei helfen bis 2050 einen fast klimaneutralen Gebäudebestand zu realisieren. Die KfW unterstützt dieses Vorhaben durch ihre speziellen Förderkredite und Zuschüsse.

Das sind die KfW-Effizienzhaus-Standards

Alle Neubauten unterliegen der aktuellen Energiesparverordnung. Die von der KfW geförderten Standards übererfüllen die von der EnEV vorausgesetzten Energieeinsparungen.

Die KfW-Effizienzhäuser unterscheiden sich noch einmal durch ihr jeweiliges Effizienzniveau, das mit einer Kennzahl bezeichnet ist. Dabei gilt: KfW 100 erfüllt das Minimum der EnEV an einem Neubau. Je geringer die Kennzahl, umso energieeffizienter ist es.

Die KfW-Standards im Überblick

Die KfW Bankengruppe belohnt energieeffizientes Bauen und Modernisieren von Immobilien mit besonders attraktiven Fördermöglichkeiten. Je besser die Energieersparnis, desto höher die Fördersumme.

  • KfW Denkmal

    Die Sanierung von Baudenkmalen und besonders erhaltenswerter Bausubstanz erhalten erleichterte Fördervoraussetzungen über das Förderprogramm KfW-Effizienzhaus Denkmal. Folgende Maßnahmen werden bei Denkmalen u.a. von der KfW gefördert:

    • Austausch der Heizungstechnik
    • Erneuerung der Fenster
    • Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken
  • KfW 115

    Um das energetische Niveau eines KfW-Effizienzhauses 115 zu schaffen, werden verschiedene Maßnahmen von der KfW gefördert. Das Effizienzhaus 115 können Sie u.a. durch folgende Sanierungsmaßnahmen an Bestandsimmobilien erreichen:

    • neue Fenster
    • Dämmung der Dachflächen
    • Dämmung der Außenwände
    • Dämmung der Kellerdecke
    • Regenerativer Heizsysteme (Pelletheizung, Solarthermieanlage, etc.)
  • KfW 100

    KfW-100-Häuser erfüllen die Vorgaben der aktuellen Energie-Einspar-Verordnung zu 100% und befinden sich nach einer Sanierung bzw. Modernisierung energetisch auf Neubauniveau. Folgende Maßnahmen werden zur Erreichung eines Effizienzhauses 110 von der KFW u.a. gefördert:

    • Einbau neuer Fenster
    • Wärmedämmung z.B. von Dachflächen, Kellerdecke oder Außenwänden
    • Neue Heizungsanlage, z.B. Pelletheizung, Solarthermieanlage
  • KfW 55

    Die KfW fördert den Neubau von Wohnhäusern mit den KfW-Effizienzhaus-Standards 55. Um den KfW-Effizienzhaus-Standard 55 zu erreichen sind folgende Punkte zu erfüllen:

    • Holzpellet- bzw. Biomasseheizung oder Wärmepumpe
    • Solaranlage für Trinkwassererwärmung
    • Dämmung der Außenwände, des Daches
    • Neue Fenster mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen
  • KfW 40

    Das KfW-Effizienzhaus 40 benötigt nur 40% der Energie eines Standard Hauses (KfW 100). Um den niedrigen Energiebedarf eines KfW-Effizienzhaus 40 zu gewährleisten, ist es notwendig das Wohngebäude neu zu bauen und dabei u.a. folgende Standards zu beachten:

    • Effektive Außenwanddämmung
    • Besondere Dämmung des Daches und der Fenster
    • Moderne Heizanlage (Holzpellet-, Biomasseheizung oder Wärmepumpen)
    • Eventuell Solaranlage
  • KfW 40 Plus

    Der neue Standard KfW-Effizienzhaus 40 Plus entspricht dem klassischen Standard KfW-Effizienzhaus 40 mit einer erweiterten Komponente, dem sogenannten „KfW Plus-Paket“.

    Dieses Paket erfordert folgende Maßnahmen:

    • Ein stationäres Batterie-System speichert Strom
    • Stromverbrauch und Stromerzeugung können über ein Benutzerinterface angezeigt werden
    • Über eine Lüftungsanlage kann Wärmeenergie zurückgewonnen werden
    • Eine Anlage auf dem Grundstück erzeugt Strom mittels erneuerbarer Energie
    • Der gewonnene Strom wird überwiegend im Gebäude genutzt, dies erreicht man durch eine Vorrangschaltung
    • Zwischen Stromerzeuger, -Speicher und -Verbraucher muss eine physikalische Verbindung existieren.
    • Die Lüftungsanlage hat einen Wärmebereitstellungsgrad von 80% oder mehr zu leisten
    • weitere Normen bzgl. Außenluftvolumenströme und Luftdichtheit der Gebäudehülle müssen erfüllt werden
    • Die Kapazität des Stromspeichers sollte der Leistung des Stromerzeugers multipliziert mit einer Stunde entsprechen
    • einige weitere Bedingungen, siehe Erläuterungen der KfW
Münze Einsparung in Euro

Je höher die Energieersparnis, desto höher das Förderpotenzial

Je geringer die KfW-Kennzahl, z.B. KfW 40, KfW 50, hinter dem KfW-Effizienzhaus, umso höher ist die Förderung. Die höchste Förderung gibt es zur Zeit für den Standard KfW40 und ab 01.04.2016 für KfW 40+.

Weiterführende Informationen zum KfW-Effizienzhaus finden Sie auf www.kfw.de*.

Die KfW-Förderungen im Einzelnen

Egal von welcher Art das Bauvorhaben ist, wichtig ist es den Antrag zu stellen, bevor saniert oder neugebaut wird. Um einen KfW-Kredit für eine Baufinanzierung zu bekommen, wendet man sich zuerst an die eigene Hausbank, also die Bank bei der sie bereits Bankkunde sind und die den größten Anteil ihrer finanziellen Transaktionen abwickelt. Den Investitionszuschuss beantragt man direkt bei der KfW-Bank. Unterstützung findet man bei den Energieeffizienz-Experten für Förderprogramme des Bundes.

Schnell erklärt

Welche Maßnahmen fördert die KfW

Klicken Sie mit der Maus auf die Hotspots in der Infografik, und erfahren Sie, welche Maßnahmen von der KfW im Einzelnen gefördert werden.

Welche Maßnahmen fördert die KfW
  • Einbau einer Photovoltaikanlage

    Mit Hilfe von Photovoltaikanlage kann Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt werden.

  • Einbau einer solarthermischen Anlage

    Mit einer solarthermischen Anlage können Sie Warm- und Heizwasser für Ihr Eigenheim umweltfreundlich und kostengünstig selbst erwärmen.

  • Maßnahmen an Sanitärräumen

    Diese gewährleisten die Bewegungsfläche und die altergerechte Nutzung sanitärer Anlagen.

  • Dämmung der Außenwände

    Die Dämmung und Luftdichtheit der Außenwände verhindert Wärmeverluste und senkt den Energiebedarf.

  • Dämmung der Dachflächen

    Damit die Wärme nicht ungehindert nach oben entweicht, empfiehlt sich eine Dämmung der Dachflächen.

  • Dämmung der Kellerdecke

    Wird die Kellerdecke gedämmt, kann die Kälte nicht mehr vom Keller in das Erdgeschoss ziehen.

  • Fenster mit Dreifachverglasung

    Dreifachverglasung verfügt über hervorragende thermische Eigenschaften und senkt so den Energieverbrauch. Darüber hinaus verbessert sich auch der Schallschutz.

  • Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

    Über moderne Lüftungsanlage wird das Haus im Winter gut durchlüftet. Die Lüftungswärmeverluste werden über Wärmerückgewinnung halbiert.

  • Einbau einer effizienten Heizungsanlage

    Alte Heizungsanlagen sind im Vergleich zu neuen Modellen wenig effizient. Eine geförderte Modernisierung senkt die Heizkosten erheblich.

  • Sonnenschutz und sommerlicher Wärmeschutz

    Beim sommerlichen Wärmeschutz handelt es sich um bauliche Maßnahmen, die ein übermäßig starkes Erhitzen der Wohnräume im Sommer verhindern soll.

  • Wege zu Gebäuden und Außenanlagen

    Das KfW-Programm fördert Umbauten zum altersgerechten Wohnen, darunter fallen auch barrierereduzierte Wege zu Gebäuden und Außenanlagen.

  • Eingangsbereich und Wohnungszugang

    Ein breiter, schwellenloser Eingangsbereich mit ausreichender Bewegungsfläche trägt zum altersgerechten Wohnen bei.

  • Umgestaltung zu Gemeinschaftsräumen

    Gemeinschaftsräume dienen der Begegnung der Bewohner in einem Mehrgenerationhaushalt. Sie müssen daher barrierefrei geplant werden und über barrierearme sanitäre Anlagen verfügen.

  • Umgestaltung der Raumgeometrie

    Um altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen werden hierbei u.a. Raumgrößen und Durchgangsbreiten von Türen angepasst.

  • Bedienelemente und Hilfssysteme

    Hierunter fallen Montage und altersgerechte Bedienbarkeit von z.B. Stütz- und Haltesystemen, Treppenliften, Lichtschaltern und Türklinken.

  • Energetische Fachplanung und Baubegleitung

    Die KfW gewährt einen Zuschuss für die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen externen sachverständigen Energieberater, der die Planung und Umsetzung der energetischen Maßnahmen betreut.

  • Überwindung von Treppen und Stufen

    Altersgerechtes Wohnen wird über Barrierefreiheit erreicht. Schwellen und Stufen werden vermieden oder mittels technischer Fördersysteme oder Rampen überwunden.

1. KfW-Förderung für einen Neubau

Für den Neubau oder Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses, das den energetischen Standard 40, 55 oder eines Passivhauses erfüllt, vergibt die KfW-Bank im Förderprogramm „Energieeffizient Bauen“ (KfW Kredit 153) einen Zuschuss oder zinsgünstigen Kredit. Dabei können Bauherren einen Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit erhalten, sowie einen Tilgungszuschuss, der sich an der jeweiligen Effizienzhausklasse orientiert. Auch hier gilt, umso geringer der Energieverbrauch, desto höher die Förderung durch die KfW. Passivhäuser werden in obigem Programm zusätzlich nach dem Passiv-Projektierungspaket (PHPP) gefördert.

2. Hauskauf und Eigentumswohnungen fördern lassen

Für den Kauf von Wohneigentum, also eine selbst genutzte Eigentumswohnung oder ein selbst genutztes Haus, ist ebenfalls eine Förderung der KfW von bis zu 50.000 Euro durch das Förderprogramm (KfW Kredit 124) möglich. Beim Bau eines KfW-Effizienzhauses ist es auch möglich zusätzlich das Programm „Energieeffizient Bauen“ (KfW Kredit 153) mit zu nutzen, also die Förderprogramme zu kombinieren. Die Finanzierung von Genossenschaftsanteilen ist durch das Wohneigentumsprogramm (KfW Kredit 134) zusätzlich möglich. Beim Kauf von neu saniertem Wohnraum bietet die KfW-Bank einen Investitionszuschuss (KfW Kredit 430) oder ein zinsgünstiges Darlehen (KfW Kredit 151/152) an.

3. Altersgerechter Umbau

Das Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ (KfW Kredit 159) bietet Unterstützung bei dem Entfernen störender Barrieren mit ebenfalls bis zu 50.000 Euro Kredit pro Wohneinheit. Eine Alternative dazu bietet das Förderprogramm 455 der KfW, über dieses gibt es einen Zuschuss mit bis zu 5.000 Euro für private Eigentümer, die barrierereduzierten Wohnraum kaufen oder umbauen möchten.

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